52 Stockwerke, 167 Meter, 1078 Wohnungen. Berlin will an der Warschauer Brücke den ersten Wohnwolkenkratzer der Hauptstadt entstehen lassen. Bausenator Christian Gaebler von der SPD treibt das Projekt gegen den Widerstand des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg voran; eine Bürgerbeteiligung läuft bereits. Jetzt droht, dass das Vorhaben entscheidend verzögert wird: Kleintiere könnten dem Großprojekt gefährlich werden. Das berichtet die BZ.
Demnach habe ein aktuelles Gutachten ergeben, dass der Schattenwurf des Hochhauses wohl rund 1304 Quadratmeter Lebensraum der geschützten Zauneidechse beeinträchtigen würde, die entlang der angrenzenden Bahngleise lebt. Als Ausgleich dafür muss ein tief eingegrabener PVC-Zaun gebaut werden, der das Baugebiet vom Lebensraum der Eidechse trennt. Auf der verbleibenden Fläche sollen Totholzhaufen und Sandflächen aufgeschüttet werden.
Der Baubetrieb muss ebenfalls stark reglementiert werden, was das Projekt entscheidend ausbremst: Eine Stunde vor Sonnenuntergang und eine Stunde nach Sonnenaufgang dürfen keine Kräne mehr benutzt werden. Das liegt an den zu dieser Tageszeit jagenden Fledermäusen, die nicht beeinträchtigt werden sollen. Außerdem müssen die Raupen des Nachtkerzenfalters per Hand abgesammelt und umgesiedelt werden, wenn das Bauprojekt realisiert werden soll. Auch der Biber, der im rund 750 Meter entfernten Spreepark lebt, muss berücksichtigt werden. Der Bauzaun muss also durchgehend geschlossen bleiben, damit der Biber nicht eindringt.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











