Die Notaufnahmen Berlins arbeiten wegen der Glätte am Anschlag. Im BG Unfallkrankenhaus Berlin sind sie „kurz vor der Schmerzgrenze“, wie die Pressesprecherin Angela Kijewski gegenüber Apollo News sagt. Allein am Donnerstag gab es 100 Verletzte infolge der spiegelglatten Gehwege und Straßen. Darunter Prellungen, Knochenbrüche und Schädel-Hirn-Traumata. Zudem habe ein Patient eine Querschnittslähmung erlitten.
Wie die Pressesprecherin des BG Unfallkrankenhauses gegenüber Apollo News weiter ausführt, mussten in den letzten Tagen seit dem Eisregen oft 50 bis 70 Patienten am Tag behandelt werden, die sich wegen der Glätte verletzt haben. Das Klinikum ist für Arbeits- und Wegeunfälle zuständig und damit auch auf Großschadenslagen vorbereitet – mit entsprechendem Material und Personal. Doch angesichts der Glätte komme man selbst dort an seine Grenzen.„Unsere Chirurgen operieren bis in die Nacht“, sagt Kijewski gegenüber Apollo News. Viele der Patienten seien „sofort operationspflichtig“, in anderen Fällen müssten Brüche erst einmal durch einen Gips ruhiggestellt werden und abschwellen, ehe sie weiter behandelt werden können. Verschärft werde die Situation durch im Winter oft auftretende Infektionskrankheiten wie zum Beispiel RSV.
Patienten mit RSV müssen isoliert untergebracht werden. Das stelle in der jetzigen Situation eine besondere logistische Herausforderung dar, so die Pressesprecherin gegenüber Apollo News. In der Notaufnahme könne es zu sehr langen Wartezeiten kommen. Wenn am Wochenende die Hausärzte geschlossen haben, wird mit einer weiteren Verschärfung der Situation gerechnet.
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