Nachdem eine Liste mit 256 Vornamen deutscher Bürger, die an Silvester von der Polizei in Gewahrsam genommen wurden, von Nius veröffentlicht wurde, hat sich nun der Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses damit beschäftigt. Darüber berichtet der Tagesspiegel. Die Vornamen auf der Liste sind zu 65 Prozent nicht-deutsch, größtenteils arabisch oder türkisch. Die Berliner Polizei ermittelt intern, wer die Liste durchgestochen hat. Mehrere Politiker sehen die Veröffentlichung der Vornamen als problematisch, weil die Veröffentlichung Rassismus fördern könnte.
So sagt der Grünen-Innenexperte Vasili Franco, dass ein Polizist eine Vornamensliste an „das Desinformationsportal Nius“ durchgesteckt habe, um damit „eine Vornamensdebatte 2.0 auszulösen.“ Weiter sagte er: „Da hat er wohl bei der Ausbildung nicht mitbekommen, dass die Berliner Polizei nicht mit rassistischen Grundannahmen arbeitet. So jemand gehört hochkant rausgeschmissen.“
Der Linke-Innenpolitiker Niklas Schrader machte laut Tagesspiegel der CDU Vorwürfe. Vor zwei Jahren, Anfang 2023, wollte die CDU-Fraktion die Vornamen deutscher Tatverdächtiger erfahren, nahm nach Rassismusvorwürfen durch die anderen Fraktionen jedoch Abstand davon. Schrader sagte am Donnerstag: „Salonfähig gemacht hat das die CDU-Fraktion. Jetzt kocht die AfD damit ihr rassistisches Süppchen.“
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











