Das Bundeshauptdorf Berlin schlittert durch diesen Jahresbeginn, weil Linke nicht von alten Öko-Dogmen ablassen wollen. Schon einfache Probleme stellen Landespolitiker vor fast unlösbare Konflikte. Es gibt aber noch ernstere Problemfelder, die in Berlin – wie andernorts – seit Jahren keiner politischen Lösung zugeführt werden.
Es ist keineswegs sicher, dass Berlin und Deutschland insgesamt den Kampf gegen den neuen Antisemitismus noch gewinnen können, der eigentlich nur eine Ausdrucksform des vordringenden Islam ist. Die Zahlen zeigen einen starken Anstieg, von 901 antisemitisch motivierten Straftaten im Jahr 2023 auf 2.122 Taten im vergangenen Jahr, allein im Lande Berlin, inklusive 60 Gewaltdelikten. Zurückgeführt wird das auf die Pro-Palästina-pro-Hamas-Demonstrationen seit dem 7. Oktober 2023, dem Tag der Hamas-Massaker und Geiselnahmen in Süd-Israel.
Das islamische Milieu der Hauptstadt fühlt sich ermutigt, weil ihm nichts entgegengesetzt wird. Und folglich blühen die politisch motivierten Straftaten. Nein, entgegengesetzt wird ihm nichts. Im Gegenteil, das linke, grüne Kulturbürgertum – ein leider gar nicht so kleiner Teil davon – gibt sich ein Stelldichein und schwenkt gerne selbst die Kefija auf den teils popkulturell inszenierten Umzügen.
Es geht dabei, wie jeder Sehende erkennen wird, nicht hauptsächlich oder ausschließlich um den Gaza-Krieg. Vielmehr bieten die nach wie vor anhaltenden Demonstrationen vor allem einen Anlass für alle Muslime, um sich öffentlich als Umma zu versammeln und ihren Freiraum im Umgang mit den Ordnungskräften auszutesten. Denn diese Bilder hat man immer wieder gesehen, von seltsamerweise zumal jungen muslimischen Frauen, die die Beamten danach fragten, ob sie „besser“ als die Demonstranten seien und warum sie – die Vertreter staatlicher Gewalt – sich so aufspielten.
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