Berlin steht kurz davor, eine Milliarde Euro zur Unterbringung von Flüchtlingen auszugeben. Das geht aus einer Berechnung des Senats hervor, die dem Tagesspiegel vorliegt. Demnach beliefen sich die Kosten für die Unterkünfte im Jahr 2024 auf 883 Millionen Euro – 2020 waren es noch 312 Millionen Euro. Das entspricht einem Anstieg um gut 150 Prozent.
Besonders brisant sind die Kosten für das Flüchtlingsheim in Tegel: Auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens waren Tausende Menschen untergebracht, derzeit sind es noch etwa 1.500. Allein im Jahr 2023 – als der Kostenanstieg in Berlin Fahrt aufnahm – verschlang die Unterkunft 298 Millionen Euro, im vergangenen Jahr waren es dann immerhin noch 260 Millionen Euro. Zu der Zeit waren etwa 5.000 Flüchtlinge untergebracht.
Ein großes Problem war die Sicherheit. Bereits im August berichtete der Tagesspiegel auf Basis einer Feststellung des Berliner Rechnungshofs über die Sicherheitskosten in Tegel. Demnach fehlte bei den Rechnungen eines Sicherheitsdienstes in Höhe von rund 100 Millionen Euro für die Jahre 2022 und 2023 ein Prüfbeleg (mehr dazu hier).
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