Palästinenser erobern Politik. In einer Aufmerksamkeitsökonomie wie der unseren gewinnt der Lauteste, wahlweise auch der Schrillste.
Gerade junge Linke haben das durchaus zutreffend analysiert. Entsprechend hauen sie einen derben Spruch nach dem anderen raus. Die öffentliche, also mediale Wahrnehmung ist ihnen dadurch sicher. So schafft man es an die Spitze und in die ARD-Tagesschau.
Ahmed Abed kopiert das Rezept. Erfolgreich.
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Der Deutsch-Palästinenser mit familiären Wurzeln in Gaza beschimpfte im vergangenen Oktober den Bürgermeister des israelischen Ortes Bat Yam als „Völkermörder“. Bat Yam ist die offizielle Partnergemeinde des Berliner Stadtbezirks Neukölln. Dort im Bezirksparlament ist Abed Fraktionsvorsitzender für die „Linke“.
Es wäre ein großer Fehler, das als unwichtige Lokalpolitik abzutun. Neukölln hat nach jüngsten amtlichen Angaben 330.261 Einwohner. Wäre der Bezirk eigenständig, stünde er auf der bundesweiten Liste aller Städte auf Platz 20 – noch vor Mannheim, Münster und Augsburg. Neukölln ist eine Großstadt. Doppelt so groß wie Darmstadt, Osnabrück oder Solingen. Sogar dreimal so groß wie Jena, Salzgitter oder Trier.
Und Ahmed Abed wird vermutlich der nächste Bürgermeister dieses Bezirks, der eigentlich eine eigene Großstadt ist. Gerade hat die örtliche „Linke“ den Rechtsanwalt als ihren Spitzenkandidaten für die kommenden Berliner Wahlen im September aufgestellt.
Abed zelebriert offen seinen Hass auf Israel. Er beschuldigt Israel der „Apartheid“. Als Redner ist er bei Demonstrationen aufgetreten, bei denen Juden angegriffen oder Israel-Fahnen verbrannt wurden. Als Anwalt vertritt er unter anderem die BDS-Kampagne; sie verlangt einen Boykott Israels und ist in Deutschland als antisemitisch eingestuft. Abed verteidigt Demonstranten, die wegen der Parole „From the river to the sea“ vor Gericht stehen – ein Motto, das offen die Löschung Israels von Landkarte propagiert.
Er verteidigt das Netzwerk „Palästina spricht“, das ebenfalls unter dringendem Antisemitismusverdacht steht. Als der Senat der Stadt nach dem blutigen Massaker der Terror-Gruppe Hamas an Juden 2023 ein Verbot erließ, das Palästinensertuch Kufiya an Schulen zu tragen, bezeichnete er das als „neuen Höhepunkt des staatlichen Rassismus“.
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