Rund 120.000 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine und Schutzsuchende aus anderen Ländern wurden seit März 2022 in der Notunterbringungseinrichtung auf dem ehemaligen Flughafengelände Tegel, unter der Leitung des DRK, beherbergt und versorgt. Eigentlich könnte Berlin mit Stolz auf die größte und vermutlich kostenintensivste Flüchtlingsunterkunft Deutschlands blicken. Wären da nicht die Recherchen von Team Wallraff und RTL. Die werfen nämlich Fragen auf.
Fragen, die nur die verantwortlichen Politiker, das Deutsche Rote Kreuz und das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAB) beantworten können. Zum Beispiel, wie die hohen Kosten für die Flüchtlingsunterkunft zustande kommen? Gab es eine öffentliche Ausschreibung? Wer hat auf welchen Grundlagen die Entscheidung getroffen und das DRK als federführende Hilfsorganisation für dieses anspruchsvolle Projekt bestimmt? Gab und gibt es ein Kontrollgremium?
Ursprünglich wurde die Unterkunft als Registrier- und Verteilzentrum für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine konzipiert. Inzwischen jedoch hat sich die Einrichtung in eine Art Aufbewahrungsort für Flüchtlinge aus verschiedenen Herkunftsländern etabliert. Ein kostspieliges Projekt, das sich mit 400 Euro pro Tag und Flüchtling auf 12.000 Euro monatlich summiert. In der Unterkunft waren zwischenzeitlich 5.000 Menschen untergebracht (Stand September 2024).
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