In den Niederlanden macht sich die Energiewende hin zu erneuerbaren Energien sichtlich bemerkbar, wie aus einem Bericht der Financial Times hervorgeht, die gar von „Rationierung“ des Stroms spricht. Die Situation im deutschen Nachbarland könnte ein Vorbote für ähnliche Probleme in anderen europäischen Ländern sein. Laut dem Verband der niederländischen Netzbetreiber, Netbeheer Nederland, warten derzeit über 11.900 Unternehmen auf einen Anschluss an das Stromnetz. Hinzu kommen öffentliche Einrichtungen wie Krankenhäuser sowie tausende Neubauten im Wohnungssektor.
Die Nachfrage übersteigt in vielen Regionen deutlich die verfügbaren Netzkapazitäten. Jahrzehntelang konnten sich die Niederlande auf ihre Gasvorkommen, insbesondere auf das inzwischen geschlossene Feld Groningen, sowie auf Importe aus Russland verlassen. Seit dem Rückgang der Gasförderung und -importe setzen die Niederlande vermehrt auf erneuerbare Energien. Laut Netbeheer Nederland verfügen inzwischen über 2,6 Millionen Haushalte über Solarpaneele.
Die Engpässe betreffen nun besonders technologiestarke Regionen, wie die rund um Eindhoven. Bürgermeister Jeroen Dijsselbloem erklärt gegenüber der Financial Times: „Alles wird elektrisch, und die Strominfrastruktur muss überall massiv wachsen.“ Nach seinen Angaben habe die Region bereits Investitionen verloren, weil Strom zeitweise rationiert werden musste.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











