Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland verharrte auch im Jahr 2025 auf einem vergleichsweise hohen Stand. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden im vergangenen Jahr mehr als 106.000 Eingriffe registriert. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies zwar einen leichten Rückgang um 0,7 Prozent, dennoch bleibt das Niveau höher als in den Jahren vor den Corona-Einschränkungen. In der Phase von 2014 bis 2020 bewegten sich die Zahlen konstant in einem Korridor zwischen 99.000 und 101.000 Fällen.
Zu den individuellen Motiven für einen Abbruch im Rahmen der sogenannten Beratungsregelung liegen laut Behörde keine detaillierten Erkenntnisse vor. Diese Regelung betraf im Jahr 2025 rund 96 Prozent aller Fälle. Die übrigen Eingriffe erfolgten aufgrund medizinischer Indikationen oder infolge von Sexualstraftaten.
Ein Blick auf die soziale Struktur zeigt, dass etwa 44 Prozent der betroffenen Frauen zuvor noch kein Kind geboren hatten. Zudem war der Anteil unverheirateter oder geschiedener Frauen mit über 63 Prozent deutlich erhöht. Zum Vergleich: In der weiblichen Gesamtbevölkerung lag dieser Wert Ende 2024 lediglich bei 42 Prozent.
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