Das Netzwerk des insolventen Immobilienkonzerns Signa: Nun taucht auch der Name eines deutschen Polit-Urgesteins auf den Gläubigerlisten auf – Joschka Fischer, ehemaliger deutscher Außenminister und Vizekanzler der Grünen, ist über seine Berliner Beratungsfirma „Joschka Fischer & Company GmbH“ (JF&C) indirekt betroffen. Das Unternehmen, an dem Fischer rund 45 Prozent hält, findet sich sowohl in den Unterlagen der Signa Prime Selection AG als auch der Signa Development Selection AG – den zentralen Säulen des untergegangenen Immobilien-Imperiums von René Benko, der weiterhin in Untersuchungshaft auf seinen ersten Prozess wartet.
Was genau die Firma des früheren Spitzenpolitikers für Signa geleistet hat, bleibt im Dunkeln. Auf Anfrage des Politikmagazins profil erklärte Fischer lediglich, dass sich seine Gesellschaft grundsätzlich nicht zu Kunden äußere. Aus Kreisen der Signa-Gruppe heißt es jedoch, JF&C könnte in Genehmigungsfragen und Lobbyarbeit in Berlin eingebunden gewesen sein. Besonders bei Projekten, die auf grünes Wohlwollen in der deutschen Hauptstadt angewiesen waren, soll Fischer mit seiner politischen Erfahrung und seinen Kontakten beratend tätig gewesen sein.
Die Geschichte dieser Verbindung reicht einige Jahre zurück. Bereits 2020 berichtete das Magazin „Der Spiegel“, dass Fischers Firma für Signa in Berlin aktiv geworden sei – angeblich, um Zustimmung für ein Bauprojekt zu gewinnen. Doch die Mission verlief offenbar nicht reibungslos: Der grüne Baustadtrat von Berlin-Kreuzberg soll sich nach mehreren Anrufen und E-Mails von Fischers Mitarbeitern ausdrücklich weitere Kontaktversuche „verbeten“ haben.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











