Das steuerfinanzierte und der Amadeu Antonio Stiftung zugehörige Portal Belltower News diskreditiert kritischen Journalismus – und bläst zum wiederholten Mal zum Angriff gegen NIUS: Wie es in einem Text der Autorin Kira Ayyadi vom Donnerstag heißt, verbreite NIUS „Hass auf demokratische Akteure“ und führe einen „rechtspopulistischen Kulturkampf“. Galten lange die Grünen als „Hauptgegner“, gegen die sich die Artikel, Interviews und Videos bei NIUS richteten, liege der Fokus inzwischen auf der demokratischen Zivilgesellschaft.
Grund für diesen Frontalangriff auf die kritische Berichterstattung von NIUS sind zwei neuerliche Veröffentlichungen: die 75-minütige Dokumentation „Der NGO-Komplex“ – und das gleichnamige Buch von Björn Harms, das im April im Verlag Langenmüller erschien. Zudem wird die Recherche von Jan A. Karon zu sogenannten „Antifa-Fotografen“ beim Sommerfest der Jungen Freiheit erwähnt, die über mehrere Stunden lang Teilnehmer ablichteten. Wie Belltower schreibt: eine „Hetzkampagne gegen Journalist*innen“.
NIUS-Chefredakteur Julian Reichelt inszeniere, so heißt es in dem Hit Piece, „einen Kulturkampf gegen gesellschaftliche Veränderungen“ und „setze dabei auf ein junges Team, das gezielt auf Social-Media-Plattformen die öffentliche Debatte ins Rechtsautoritäre verschiebt.“ Ayyadi, die 1988 in Osnabrück geboren wurde und Politikwissenschaften und Philosophie studiert hat, gesteht mit ihrer Kritik also ein, dass die NIUS-Recherchen zum Thema der NGOs erfolgreich und reichweitenstark waren: Die Reportage von Pauline Voss wurde auf verschiedenen Kanälen mehrere hunderttausend Male angesehen, das Buch von Harms stand mehrere Wochen in der Spiegel-Bestsellerliste.
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