Die Bilder könnten symbolischer kaum sein: Belgischen Föderalpolizisten öffnen nicht irgendwelche Hinterhofbüros, sondern die Türen des Europäischen Auswärtigen Dienstes und des berühmten College of Europe. Dort, wo sonst angehende Eurokraten geschult werden, durchsuchen Ermittler Büros und Wohnungen und nahmen drei Personen zur Vernehmung fest.
Die Razzien erfolgten im Rahmen eines Strafverfahrens wegen des Verdachts auf Betrug mit EU-Geldern. Auslöser ist eine Operation der Europäischen Staatsanwaltschaft EPPO, abgesegnet von einem Untersuchungsrichter. Im Fokus: das Herz der EU-Diplomatie, der Europäische Auswärtige Dienst (EEAS), und die Räumlichkeiten des College of Europe in Brügge.
Brisant wird der Vorgang dadurch, dass sich die Ermittlungen um die von der EU finanzierte „EU Diplomatic Academy“ drehen, ein jährliches Ausbildungsprogramm für Nachwuchsdiplomaten, finanziert vom EEAS und ausgerichtet in Brügge. Also genau dort, wo Europas künftige Außenpolitiker in Form gebracht werden sollen.
Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte | 06.07.2026











