Der SPD-Politiker und frühere Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat in einem Interview mit dem Deutschlandfunk angesichts der hohen Sommertemperaturen erneut vor den Auswirkungen gewarnt. Deutschland sei auf die Hitze nicht vorbereitet und „unterschätze das Thema weiterhin auf allen Ebenen“. Dafür macht der SPD-Politiker Bund, Länder und Kommunen verantwortlich: „Schön gesagt: Alle Ebenen haben versagt. Wir waren nicht ausreichend vorbereitet“, monierte Lauterbach.
Auf die eigene Arbeit als Bundesgesundheitsminister unter der Ampelkoalition angesprochen, räumte er eine Mitschuld nur teilweise ein. Generell habe man ältere Menschen besser darüber aufgeklärt, den Hitzeschutz viel ernster zu nehmen. Auch in Pflegeeinrichtungen habe sich die Lage verbessert, erklärte Lauterbach.
Das Hauptproblem sieht der SPD-Politiker nicht bei den Gesundheitseinrichtungen, sondern bei der Stadtplanung. „In den Städten haben wir zu wenig Kühlräume, wir haben zu wenig Grünanlagen. Die Städte sind versiegelt. Wir haben wenige Hitzepläne“, beanstandete Lauterbach.
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