Russlands Bemühungen, gegen den Messenger-Dienst Telegram stärker durchzugreifen, erreichen ein neues Ausmaß. Russische Behörden leiteten am Dienstag Ermittlungen gegen Telegram-Gründer Pavel Durov ein. Er soll sich der „Beihilfe zu terroristischen Aktivitäten“ schuldig gemacht haben, wie mehrere Medien, darunter die Financial Times, berichteten.
Russische Medien, darunter die staatliche Zeitung Rossijskaja Gaseta und die kremlnahe Boulevardzeitung Komsomolskaja Prawda, berichteten am Dienstag über den Fall. In den Berichten, die sich angeblich auf Dokumente des russischen Geheimdienstes FSB stützen, wird behauptet, Telegram werde von NATO-Staaten und der Ukraine als Instrument der „hybriden Kriegsführung“ gegen Russland genutzt. Telegram soll zur Organisation politischer Unruhen sowie von Terroranschlägen und Sabotageakten benutzt worden sein.
„Die Handlungen des Telegram-Chefs P. Durov werden im Rahmen eines Strafverfahrens wegen eines Verbrechens gemäß Artikel 205.1 Absatz 1.1 (Beihilfe zu terroristischen Aktivitäten) des russischen Strafgesetzbuches untersucht“, hieß es in dem rund 1.500 Wörter langen Bericht.
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