Wer wäre besser geeignet, uns das aktuelle Weltgeschehen zu erklären als ein ehemaliger Berufspolitiker? Vorhang auf für Martin Schulz, der mal Präsident des Europäischen Parlaments war, der mal als Kanzlerkandidat die SPD zu neuen Tiefstständen führte. Seine Attitüde heute: Elder Statesman. Der ehemalige Buchhändler. Der ehemalige Bürgermeister. Der Wissende. „Trumps Griff nach Grönland – das Ende der NATO?“ – für einen Schulz ist kein Problem zu groß.
Schulz setzt an: Trumps Verhalten sei „eine Absage an die internationale Politik überhaupt.“ Der US-Präsident wolle offenbar, „dass Europa aus Vasallenstaaten besteht“. Das dürfe man nicht zulassen. „Ich kann, ich befehle, Ihr folgt. Heute Venezuela, morgen die ganze Welt. Das ist nicht hinnehmbar“, so Schulz. Europa müsse sich „auch kulturell von den USA abgrenzen“.
Beim Deuten der aktuellen Ereignisse hat Schulz zwar so seine Probleme, aber das ficht ihn nicht an. Die gerade von Trump angedrohten neuen Zölle gegen acht europäische Länder etwa sieht er in einem völlig anderen Licht. Nicht die von Europa nach Grönland entsandten Soldaten seien der Grund, sondern der Abschluss des Mercosur-Abkommens. „Das ist ja schon ein zeitlicher Zusammenhang, den man sehen muss“, sagt Schulz.
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