Bei Maischberger: Kognitive Kontinentalplattenverschiebung

vor etwa 1 Jahr

Bei Maischberger: Kognitive Kontinentalplattenverschiebung
Bildquelle: Tichys Einblick

Das intellektuelle Gefälle könnte kaum größer sein. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer und Katrin Göring-Eckardt bei Maischberger – das ist wie eine kognitive Kontinentalplattenverschiebung. Man hat den Eindruck, da sitzt einer, der passt gar nicht so recht in die Politik. Der will möglicherweise wirklich etwas bewirken. Doch Katrin Göring-Eckardt holt ihn schnell auf den Boden der grün gefärbten Weltanschauung zurück. Sie lässt keinen Zweifel daran: Nur sie weiß, was richtig ist. Ihr fahles Licht reicht dabei von politischer Phrasendrescherei über Leugnung bis hin zur Tatsachenverdrehung. Und ihre Mimik sagt bereits sehr deutlich: Es geht ihr nicht um Dialog, sondern um Bekehrung.

Weimer sieht sich als Mann der Mitte und teilt nach links und rechts aus, aber die AfD sei nunmal nirgendwo an der Regierung beteiligt. Die Vorwürfe nach links treffen Göring-Eckardt wie Giftpfeile; sie wirkt geradezu angewidert. „Wir haben auf der linken Seite in den letzten Jahren eine Mode gehabt, eine Wokeness-Mode, eine Cancel-Culture-Mode, wo viele mir auch aus der grünen Partei sagen: Ja, wenn wir ehrlich sind in unseren Blasen, haben wir das auch übertrieben“, sagt Weimer.

„Das heißt, es wird der Raum des Gezeigten und Gesagten von links enger gemacht“, bilanziert Weimer. Die Folgen seien erschreckend: „Wir wissen aus Umfragen, dass nur noch 40 Prozent der Deutschen der Meinung sind, du kannst noch frei deine Meinung sagen.“ Er kritisiert „Eure grüne, woke Blase, die eine gefühlte Bevormundung hat entstehen lassen, wo viele Menschen sagen, wir wollen das nicht. Da kann sich auch die Linke nicht rausschleichen aus dieser Verantwortung.“

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