Seit der Bundestagswahl ist es ruhiger geworden um Sahra Wagenknecht. Einst war sie die weibliche Gallionsfigur der Linkspartei. Doch mit der Linken hat die Wahl-Saarländerin schon seit längerer Zeit gebrochen. Bei der diesjährigen Bundestagswahl wollte Wagenknecht mit ihrer eigenen Partei in den Deutschen Bundestag einziehen, was ihr nur knapp misslang. An diesem Abend ist der einstige Liebling der öffentlich-rechtlichen Talkshows erstmals seit längerem wieder zu Gast bei Markus Lanz.
Von Beginn an fliegen die Fetzen, denn Wagenknecht ist auf Krawall gebürstet. Die öffentlich-rechtlichen Sender bekommen ihr Fett weg. Aus der außerparlamentarischen Opposition heraus beklagt Wagenknecht Cancel Culture und Meinungsmache im TV. Wagenknechts Kritik kommt allerdings als Bumerang zurück, denn Lanz gerät ob der Tiraden von Wagenknecht selbst in Fahrt und hält der früheren Kommunistin den Spiegel vor. Der Schlagabtausch von Wagenknecht und Lanz dürfte beim Zuseher für Unterhaltung sorgen. Es ist eine der hitzigsten Lanz-Sendungen des Jahres.
Normalerweise kommen die Debatten in den öffentlich-rechtlichen Talkrunden nur schleppend in Gang. An diesem Abend ist das anders. Von der ersten Minute an geht es voll zur Sache. Sahra Wagenknecht hat in ihrer Talkshow-Abstinenz viel Groll aufgestaut und möchte diesen bei Markus Lanz abbauen. „Ich finde nicht statt“, echauffiert sich Wagenknecht über ihre gesunkene Sendezeit bei ARD und ZDF. Als Oppositionspolitikerin fühlt sich Wagenknecht von den TV-Sendern ausgegrenzt und links liegen gelassen.
Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte | 06.07.2026











