Die Berliner Blase kommt gemächlich aus ihrer Sommerpause zurück. Wie ein angeschlagener Boxer liegt die aktuelle Regierung in den Seilen. Die Umfragewerte für CDU und SPD sind schlecht. Große Ablehnung schlägt der Bundesregierung entgegen. Besonders Kanzler Friedrich Merz ist in der Bringschuld, da die Regierung bisher wenige positive Reformen auf den Weg bringen konnte. Merz hat deshalb den Herbst der Entscheidungen angekündigt. Es soll groß angelegte Reformen des Sozialstaats und der Wirtschaft geben. An diesem Abend geht es bei Lanz um die angekündigten Vorhaben der Regierung und des Kanzlers.
Einziger Politiker in der Runde ist der schwäbische Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU). Sollte er noch einen Spitznamen benötigen, könnte man diesen Minister auch „Mister Teflon“ nennen. So sehr sich Lanz auch müht, eine klare Aussage von Frei zu bekommen, so sehr bemüht sich Frei, sich um eine klare Antwort zu drücken. Fast schon auf dem Niveau des hanseatischen Großmeisters Olaf Scholz, manövriert sich Frei durch die Sendung, ohne auch nur einen einzigen Moment ein valides Statement abzugeben. Dementsprechend ermüdend und zäh verläuft der Talk auch. Der geneigte Zuseher braucht einen langen Geduldsfaden, um die Sendung zu überstehen. Substanzielles bringt Lanz an diesem Abend wenig in Erfahrung.
In Zeiten von multiplen militärischen Auseinandersetzungen liegt der Fokus der Regierung auf dem Bereich der Verteidigung. Der Bundeswehr mangelt es an Rekruten und Wehrdienstleistenden. Jetzt möchte die Bundesregierung der Truppe mehr Personal verschaffen und versucht es mit einem freiwilligen Wehrdienst ab 2027. In der Union hätte man sich gerne mehr verpflichtende Elemente im neuen Gesetz für den Wehrdienst gewünscht. Die taz-Journalistin Ulrike Herrmann ist auf Linie der CDU. „Die CDU hat recht, den Vorschlag für die Wehrpflicht zu kritisieren“, meint Herrmann.
PUTINS KRIEG: Heftige Angriffe vor Nato-Gipfel! Russland feuert massiv auf Ukraine I WELT LIVESTREAM











