Gut sechs Wochen vor der Abstimmung über die eidgenössische Volksinitiative „Keine 10-Millionen-Schweiz! Nachhaltigkeitsinitiative“ deutet sich eine ungewöhnliche Dynamik an: Anders als bei vielen Volksbegehren üblich, nimmt die Zustimmung kurz vor dem Urnengang nicht ab, sondern zu. Das geht aus einer aktuellen Umfrage hervor, die Tamedia gemeinsam mit 20 Minuten und dem Institut Leewas durchgeführt hat.
Demnach sprechen sich derzeit 52 Prozent und damit eine knappe Mehrheit der Befragten für die Initiative aus, 46 Prozent lehnen sie ab, zwei Prozent sind unentschlossen. An der Erhebung nahmen 16.176 Personen teil. Noch im März lag der Ja-Anteil bei 45 Prozent – ein Zuwachs von sieben Prozentpunkten.
Im Zentrum der Abstimmung steht ein klar umrissenes Ziel: Die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz soll bis zum Jahr 2050 zehn Millionen Menschen nicht überschreiten. Die Initiative will den Bund dazu verpflichten, frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen, sobald die Bevölkerung 9,5 Millionen Menschen erreicht. Dazu zählen insbesondere Eingriffe im Asylbereich und beim Familiennachzug.
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