Nach der Messerattacke auf eine Kindergartengruppe in Aschaffenburg, bei der ein zweijähriger Junge und ein 41-jähriger Passant ermordet wurden, entbrennt ein Schlagabtausch zwischen Bund und Bayern. Beide Seiten schieben sich gegenseitig die Verantwortung für das Versagen bei der nicht erfolgten Abschiebung des mutmaßlichen Täters zu.
„Die bayerischen Behörden müssen erklären, warum der Täter trotz mehrfacher Gewaltdelikte noch auf freiem Fuß war“, sagte Bundesministerin Nancy Faeser am Donnerstag in Berlin. „Offenbar sind in Bayern dort auch einige Dinge schiefgelaufen“, sagte sie weiter.
Faeser erklärte: „Die weitere Aufklärung muss jetzt schnell zeigen, warum dieser Täter noch in Deutschland war und wie mit ihm trotz seiner vorherigen Gewalttaten durch die Polizei und Justiz vor Ort umgegangen wurde.“ Die Reaktion aus Bayern nannte Faeser „befremdlich“.
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