Bayern: Immer mehr Polizeibewerber fallen im Deutschtest durch

vor 4 Monaten

Bayern: Immer mehr Polizeibewerber fallen im Deutschtest durch
Bildquelle: Apollo News

Immer mehr Bewerber für den Polizeidienst in Bayern scheitern bereits im Auswahlverfahren an unzureichenden Deutschkenntnissen. Das berichtet die Junge Freiheit unter Berufung auf eine Auskunft des bayerischen Innenministeriums. Demnach ist der Anteil der Bewerber, die den Sprachtest nicht bestehen, in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Lag die Durchfallquote im Jahr 2020 noch bei rund neun Prozent, waren es 2023 bereits 15 Prozent. Für das Jahr 2025 wird eine Quote von 18 Prozent genannt.

Die Zahlen beziehen sich auf Bewerber für die sogenannte zweite Qualifikationsebene der bayerischen Polizei. Diese Laufbahn entspricht dem früheren mittleren Dienst und bildet den Einstieg in den regulären Polizeivollzugsdienst. Voraussetzung für eine Bewerbung ist in der Regel ein Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung. Der Sprachtest ist Teil der Einstellungsprüfung der bayerischen Polizei. Dabei werden Fähigkeiten in Rechtschreibung, Grammatik, Wortverständnis und Sprachgefühl überprüft. Zum Einsatz kommen unter anderem Lückendiktate, Multiple-Choice-Aufgaben und Freitextaufgaben. Neben dem Sprachtest müssen Bewerber auch einen Sporttest und weitere Auswahlprüfungen bestehen.

Auf ihrem Karriereportal betont die Polizei Bayern die Bedeutung sprachlicher Kompetenzen im Dienst. „Es ist wichtig, dass du dich schriftlich und mündlich präzise ausdrücken kannst“, heißt es dort. Dies sei notwendig, um Missverständnisse im Kontakt mit Bürgern und Behörden zu vermeiden. Auch in anderen Bundesländern sind Defizite bei den Deutschkenntnissen von Polizeibewerbern ein Thema. Besonders deutlich zeigen dies Zahlen aus Berlin. Wie die B.Z. zuerst berichtete, scheiterten dort in den Jahren 2024 und 2025 insgesamt 39,3 Prozent der Teilnehmer am Deutschtest im Polizeibewerbungsverfahren.

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von Apollo News

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von Apollo News zu lesen.

Weitere Artikel