Im Mai hat die allgemeine Teuerungsrate im Vergleich zum Vorjahr 2,2 Prozent betragen. Das hat das Statistische Bundesamt gerade bekanntgegeben. Nachdem die deutschen Verbraucher längere Zeit unter einer überaus hohen Preissteigerung zu leiden hatten, ist das eine gute Nachricht.
Aber es gibt auch eine gewaltige Kehrseite.
Das Bauen wird weiterhin viel schneller teurer als alles andere. Die Kosten für eine eigene Immobilie werden zusehends auch für gutverdienende Normalbürger unerschwinglich. Im Schnitt lagen sie für einzelne Bauleistungen um 3,2 Prozent höher als ein Jahr zuvor.
Einzelne Bauleistungen verteuern sich sogar noch viel schneller. Für den Einbau elektrischer oder kommunikationstechnischer Anlagen mussten im Mai 5,7 Prozent mehr bezahlt werden als zum selben Zeitpunkt des vergangenen Jahres. Heizanlagen – zu denen auch die Wärmepumpen gehören – sind 4,5 Prozent teurer geworden, die Wärmedämmung legte um 3,6 Prozent zu. Dachdecker kosten 4,5 Prozent mehr als im Jahr 2023, Zimmerleute sogar 4,8 Prozent mehr.
In den deutschen Metropolen kostet der Neubauquadratmeter im Schnitt über 5.000 Euro. Fast ein Drittel dieser Kosten ist auf Steuern und Abgaben zurückzuführen. Und nirgendwo sind die sogenannten Baunebenkosten so hoch wie bei uns.
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