Der Energiekonzern EnBW erwägt eine Trennung von seiner Batteriespeicher-Tochter Senec. „Ja, die EnBW prüft aktuell auch einen Verkauf“, bestätigte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage der Stuttgarter Nachrichten. Ziel sei es, „das Unternehmen so mit einem geeigneten Investor in die Zukunft zu führen“. Neben einem Verkauf prüfe der Konzern auch eine Fortführung oder eine deutliche Verkleinerung des Geschäfts.
Senec mit Sitz in Leipzig produziert Batteriespeicher für private Photovoltaikanlagen. Im März 2022 versetzte das Unternehmen nach mehreren gemeldeten Vorfällen zahlreiche Geräte per Fernzugriff in einen Sicherheitsmodus. Zuvor waren unter anderem im baden-württembergischen Bodnegg sowie an weiteren Standorten Brände beziehungsweise Verpuffungen bekannt geworden. Betroffen waren vor allem Speicher der Baureihen V2.1 und V3.
In der Folge wurden Leistung und Kapazität vieler Anlagen zeitweise eingeschränkt. Kunden warteten teils monatelang auf Austauschmodule. Auch 2023 kam es nach Berichten von Fachmedien zu weiteren Zwischenfällen, woraufhin Senec den Betrieb bestimmter Speicher erneut drosselte.
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