Seit bald einem Jahr können Bundesländer und Kommunen eine Bezahlkarte für Flüchtlinge einführen. Bereits zum Start der Maßnahme, die dem Betrug mit Sozialleistungen Einhalt gebieten sollte, kündigten zahlreiche linke Organisationen ihren Widerstand dagegen an. Konkret wollten Aktivisten die Bezahlkarte durch den Umtausch von Waren gegen Bargeld umgehen, dafür organisierte man sogar teilweise öffentlich angekündigte Treffen mit Flüchtlingen und illegalen Migranten.
Wie die BZ berichtet, wurde im brandenburgischen Seelow nun ein weiterer solcher Fall aufgedeckt. So würden rund 20 Einheimische von Flüchtlingen im Supermarkt gekaufte Gutscheine gegen Bargeld abkaufen. Treffpunkt für die Übergabe des Bargelds ist dabei das Café der örtlichen Kirche. Organisiert werden die Treffen seit Oktober durch Sabine Grauel und Jutta Krause.
Die Treffen sind nicht illegal und können ganz offen betrieben werden. Die Organisatoren nutzen eine Nische im System und ermöglichen illegalen Migranten so die nicht zweckmäßige Nutzung der Sozialleistungen. Um dem Einhalt zu gebieten, will etwa Bayern solche Tauschaktionen künftig durch ein mögliches Verbot unterbinden. In Brandenburg wird so etwas jedoch fürs Erste erlaubt bleiben.
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