Die BBC hat den Fußballer Barbra Banda zur „Fußballerin des Jahres“ gekürt – und prompt einen heftigen Shitstorm kassiert. Die Verleihung des „Women’s Footballer of the Year“-Preises an den Fußballer von Orlando Pride, der in Zambia geboren wurde, gerät dabei zum nächsten großen geschlechtsspezifischen Politikum im Sport. Frauen und Frauenrechtsaktivisten fühlen sich dabei betrogen – und sehen in der Auszeichnung Bandas eine üble Benachteiligung von Frauen.
Die Kontroverse um Barbra Banda geht dabei in das Jahr 2022 zurück. Damals war Banda eigentlich für die Endrunde des Afrika-Cups 2022 in Marokko nominiert, das wurde jedoch kurz vor Turnierbeginn aus medizinischen Gründen zurückgezogen. Der Grund: Im Vorfeld des Wettbewerbs hatte Banda eine Geschlechtsüberprüfung (unter anderem auf Testosteron im Blut) verweigert, weshalb ihm der afrikanische Fußballverband (CAF) die Teilnahme untersagte. „Alle Spielerinnen mussten sich einem Geschlechtertest unterziehen, einer CAF-Anforderung. Leider erfüllte Banda nicht die festgelegten Kriterien“, teilte damals Andrew Kamanga, der Chef des sambischen Fußballverbandes, mit. Auch zwei Teamkameraden, Racheal Kundananji und Racheal Nachula, wurden vorsorglich nicht nominiert. Zudem hatte Banda damals die Einnahme von Testosteron-Blockern verweigert, wie der sambische Fußballverband bestätigte.
Barbra Banda schoss in der vergangenen Saison 22 Tore für Orlando Pride.
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