Für ihre Bewerbungsrede als Kandidatin für das Amt der Präsidentin der UN-Vollversammlung reiste die ehemalige Bundesaußenministerin Annalena Baerbock nach New York. Ihr Auftritt wurde dort direkt zur Blamage. Das begann schon mit ihrem Auftritt in den sozialen Medien: Dort sprach sie im schlechten Englisch von Deutschlands „nackter Regierung“ – sie hatte sich versprochen und Deutschlands „neue Regierung“ gemeint.
Doch auch ihre Bewerbungsrede vor der UN endete im Debakel: Den Fokus ihrer englischsprachigen Rede legte sie auf Geschlechtergerechtigkeit, Nachhaltigkeit und die Stärkung der Vereinten Nationen. Danach lieferte sie sich sogar ein Wortgefecht mit dem russischen Vertreter in der UN. Dieser hatte ihr vorgeworfen, „stolz auf ihren Großvater, der bei der SS diente“, zu sein.
Die ehemalige Außenministerin reagierte auf die Vorwürfe gereizt: Die Aussagen seien falsch; „Ich möchte Sie wirklich bitten, wenn wir über schwierige Themen sprechen – und jeder hat offensichtlich schwierige, unterschiedliche Meinungen und Wahrnehmungen – dies mit gegenseitigem Respekt zu tun“, mahnte die Grünen-Politikerin an. Noch vor ihrer Wahl legt sie sich also mit einem diplomatisch wichtigen UN-Mitglied an.
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