Man muss zugeben: Der erste Gedanke sind die Versprecher und Verhaspler, die wir zu erwarten haben. Annalena Baerbock als Moderatorin von UN-Vollversammlungen könnte dem vielsprachigen Gewirr, wo nicht immer jeder gut Englisch spricht, die Krone aufsetzen mit ihrem inzwischen Legende gewordenen, peinlichen Wortsalat inklusive Grammatik-Fehlern.
Der neue Posten für die Völkerrechts-Praktikantin vom Werderschen Markt scheint auch das Ergebnis des Machtpokers zwischen Union und Grünen zu sein. Im Bundestag wurden die Milliarden verschoben, natürlich auch in Richtung „Klimaschutz“, zu dem Boris Pistorius bezeichnenderweise „Klimaschatz“ sagte. Ja, das scheint überhaupt gemeint und war die Stimmung im Reichstag an diesem Dienstag: Endlich haben wir wieder Geld! Das Ausgeben wird man auch noch schaffen.
Und für dieses ‚Geschenk‘ der Grünen an die neuen Regierenden muss man sich ja geziemend bedanken. Und so lief kurz, nachdem die Grünen bei der Zweidrittelmehrheit geliefert hatten, eine reichlich vorfabrizierte Meldung über die Agenturen. Demnach ist schon alles klar und festgezurrt: Baerbock wird Präsidentin der UN-Vollversammlung, so sagen „Regierungskreise“ (alt, aber die SPD wird wissen, was sie tut). Es gibt auch schon einen Kabinettsbeschluss, und Anfang Juni wird Baerbock dann nicht etwa eine Mode-Boutique in Wuppertal eröffnen, sondern in New York zur neuen Versammlungspräsidentin gewählt.
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