Annalena Baerbock, die Präsidentin der UN-Generalversammlung, kritisierte im Podcast „Berlin Playbook“ von Politico, dass noch keine Frau Generalsekretärin der Vereinten Nationen wurde. Es sei „nicht mehr zeitgemäß“, dass es eine Organisation, die sich für Menschenrechte einsetze, „in 80 Jahren noch nicht geschafft, eine Frau an ihrer Spitze zu haben“.
Sie betonte, dass die UN-Generalversammlung als „Weltparlament“ diene. Bei der „High Level Week“ waren 189 Regierungen vertreten. Das zeige, dass die Vereinten Nationen relevant seien. Es sei für viele Regierungschefs klar gewesen, „das ist der Ort, wo man Kontroversen austragen muss“. Der Podcast ist so gestaltet, dass der Journalist Gordon Repinski mit Baerbock durch das UN-Gebäude läuft und sie sich anhand dessen, was sie sehen, über Themen unterhalten.
Bei einer Fotowand, die alle Präsidenten der UN-Generalversammlung zeigt, sind inklusive Baerbock nur fünf Frauen zu sehen. Die ehemalige Außenministerin sagte: „Viele Länder auf der Welt waren auch beim Thema Frauenrechte weiter als wir.“ Als Beispiel nannte sie, dass die erste Präsidentin der UN-Generalversammlung 1955 aus Indien kam. Die Regionalgruppe West sei die letzte Gruppe in der UN gewesen, die mit Baerbock eine Frau nominiert habe.
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