In einem Faltblatt des Verfassungsschutzes Brandenburg, das in Kfz-Zulassungsstellen des Landes ausliegt, wird vor vermeintlich rechtsextremen Zahlen- und Buchstabenkombinationen gewarnt. Die „rechtsextremistische Szene“ würde demnach Kfz-Kennzeichen missbrauchen, „um ihre Gesinnung codiert nach außen zu tragen“. Gemeint sind aber nicht nur Akronyme wie „SS“, „SA“ oder „HH“, was für „Heil Hitler“ stehen soll. Es finden sich auch gewöhnliche Buchstabenkombinationen wie „MR“, „WK“, „WP“ oder „VL“ sowie die Zahl „2004“, denen plötzlich nachgesagt wird, rechtsextreme Codes darzustellen.
Laut der Broschüre mit dem Titel „Missbrauch von Kfz-Kennzeichen – Eine Information des Verfassungsschutzes über Feinde der Demokratie“, die Apollo News vorliegt, gibt es drei Kategorien von rechtsextremistischen Kfz-Codes: Einerseits sind das bundesweit auf Kennzeichen verbotene Buchstaben- und Zahlenkombinationen (etwa „SS“ und „SA“). Dazu kommen speziell in Brandenburg gesperrte Kombinationen – zum Beispiel „AH18“, was als Kürzel für „Adolf Hitler“ genutzt werden kann.
Unter der Überschrift „Beispiele für rechtsextremistische Codes“ werden vom Verfassungsschutz dann aber noch weitere Kombinationen aufgeführt, die auf einen „rechtsextremistischen Kontext hindeuten“. Dort findet man zum Beispiel „MR“, was der Behörde nach für „Masterrace“ („Herrenrasse“) stehen soll. „WK“ stehe für „Weltkrieg“, „WP“ für „White Power“ oder „White Pride“ und „VL“ für „Vernichtungslager“.
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