Die Tat versetzte München im Februar 2024 in einen Schockzustand: Der damals 24-jährige Farhad Noori fuhr nahe des Münchner Hauptbahnhofs in eine Menschenmenge. Eine Mutter und ihr Kind starben. 44 Menschen wurden verletzt, viele von ihnen schwer oder lebensgefährlich. Ab dem 16. Januar steht der Afghane vor Gericht.
Die Bundesanwaltschaft legt Noori zur Last, sein Auto am 13. Februar gezielt in eine Veranstaltung der Gewerkschaft Verdi gelenkt zu haben. Die 37-jährige Amel und ihre zweijährige Tochter Hafsa wurden so schwer verletzt, dass sie wenig später im Krankenhaus starben. Laut Generalstaatsanwaltschaft München rief Noori „Allahu Akbar“ und betete nach der Tat. In seiner Vernehmung räumte er ein, bewusst in den Demonstrationszug gefahren zu sein.
Die leitende Staatsanwältin, Gabriele Tilmann, sprach von einem islamistischen Tatmotiv.
Aus Sicht der Bundesanwaltschaft liegt der Tat eine übersteigerte religiöse Motivation zugrunde. „Er wähnte sich verpflichtet, als Reaktion auf das Leid von Muslimen in islamisch geprägten Ländern willkürlich ausgewählte Personen in Deutschland angreifen und töten zu müssen“, heißt es in einer Mitteilung.
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