Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier war Ende Oktober auf Staatsbesuch in Griechenland. Dabei besuchte er ein Flüchtlingslager in Malakasa nahe der Landeshauptstadt Athen. Doch der Besuch war für den SPD-Politiker eine Ernüchterung, denn sein Besuch löste tumultartige Szenen im Lager aus. Während er hinter einem sicheren Zaun durch das Lager schritt, versammelten sich dahinter hunderte aufgebrachte illegale Migranten. Die Menge stimmte immer wieder Sprechchöre an. „Ausweis, Ausweis“ und „Deutschland, Deutschland“ wurde es immer wieder aus der Menge heraus skandiert. Einige versuchten sogar, zu Steinmeier vorzudringen, wurden aber rechtzeitig von Sicherheitskräften gestoppt. Als Reaktion auf die Zustände brach der Politiker seine Visite im Lager kurzerhand ab, eine halbe Stunde vor dem offiziellen Ende.
Steinmeier interpretierte die aufgebrachte Stimmung der Migranten als Unzufriedenheit mit Europas angeblich zunehmend abschottendem Kurs in der Migrationspolitik. Für den SPD-Politiker war klar: „Wir haben Verständnis und können nachvollziehen, dass die Flüchtlinge diese Erwartung haben“, sagte er im Nachgang seines Besuchs.
Drei Tage lang war der Bundespräsident im südeuropäischen Land unterwegs. Neben den griechischen Forderungen für deutsche Reparationen für Schäden aus dem Zweiten Weltkrieg lag der Fokus der Reise auch auf Griechenlands Bemühungen um den Schutz der europäischen Außengrenzen. Jährlich kommen im kleinen Mittelmeerland tausende illegale Migranten an.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











