Nach stillem Protest beim Asien-Cup: Australien gewährt fünf iranischen Fußballerinnen Asyl

vor 4 Monaten

Nach stillem Protest beim Asien-Cup: Australien gewährt fünf iranischen Fußballerinnen Asyl
Bildquelle: NiUS

Fünf Spielerinnen der iranischen Frauenfußball-Nationalmannschaft haben in Australien Asyl erhalten, nachdem sie sich während des Asien-Cups aus Angst vor möglichen Strafen im Iran von ihrem Team abgesetzt hatten. Auslöser war ein stiller Protest: Beim ersten Gruppenspiel gegen Südkorea schwiegen die Spielerinnen während der iranischen Nationalhymne. In ihrer Heimat wurde dies als Kritik am Regime gewertet, konservative Kommentatoren bezeichneten die Frauen später sogar als „Verräterinnen“.

Kurz nach dem sportlichen Aus des Teams erreichte die Spielerinnen laut Berichten eine kurze Nachricht aus dem Iran: „You need to stay.“ Wenig später verließen fünf von ihnen heimlich das Teamhotel an der Gold Coast und wurden von der australischen Polizei an einen sicheren Ort gebracht.

In den frühen Morgenstunden bestätigte die Regierung schließlich die Entscheidung: Die Spielerinnen erhalten humanitäre Visa. Innenminister Tony Burke überbrachte ihnen die Nachricht an einem geheim gehaltenen Ort in Brisbane. Vor Freude brachen die Athletinnen in Jubel aus und stimmten den australischen Schlachtruf „Aussie, Aussie, Aussie“ an. Auf einem veröffentlichten Foto stehen sie neben Burke – ohne Kopftuch. Gleichzeitig betonten die Frauen, sie sähen sich nicht als politische Aktivistinnen, sondern als Sportlerinnen, die in Sicherheit leben wollen.

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