Die Doktorandin Nora Hille von der Universität Siegen hat den sozialen Gesprächsroboter „Navel“ für ein Schulprojekt so eingerichtet, dass er in Rollenspielen das Stereotyp des „rechten Onkels“ verkörpert und entsprechende politische Positionen vertritt. Anlass war ein Projekt zur Demokratiebildung am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Neunkirchen. Die Schüler sollten in Gesprächen mit dem Roboter üben, wie sie auf politisch rechte Aussagen – etwa im familiären Umfeld – reagieren können. Darüber berichtet die Siegener Zeitung.
Demnach hätten die Schüler die Idee selbst forciert, weil sie sich fragten, wie mit „Schulhof-Rassisten“ und „rechtspopulistischen Onkels“ umzugehen sei. Für die Einrichtung des Roboters griff Hille auf das KI-Modell ChatGPT zurück. Da die neuere Version 5 laut Hille zu höflich reagiere und sich partout weigere, rechte Ansichten zu vertreten, habe sie für die Einrichtung des Roboters „Navel“ die ältere Version 4 nutzen müssen.
Nun verweist Navel in den Rollenspielen unter anderem auf die Überrepräsentation ausländischer Tatverdächtiger in der polizeilichen Kriminalstatistik und sagt Dinge wie: „Ihre ganze Art passt einfach nicht zu uns. Sie nehmen uns die Jobs weg. Was ist daran fair? Ausländer raus. Das ist, was uns beschäftigen sollte.“
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











