Aus „humanitären Gründen“: Vertreter von Putins Bluthund Kadyrow darf in Deutschland bleiben

vor 7 Monaten

Aus „humanitären Gründen“: Vertreter von Putins Bluthund Kadyrow darf in Deutschland bleiben
Bildquelle: NiUS

Eine Recherche des Spiegel beleuchtet die Rolle eines Mannes, der in Deutschland lebt, Geschäfte betreibt – und zugleich als enger Vertrauter von Putins Bluthund, dem tschetschenischen Machthabers Ramsan Kadyrow, gilt. Die Rede ist von Khuseyn Agaev. Sicherheitsbehörden stufen ihn als potenziell gefährlich ein – dennoch darf er dauerhaft in der Bundesrepublik bleiben.

Im Zentrum der Recherche steht Khuseyn Agaev, ein russischer Staatsbürger mit Wohnsitz in Hamburg. Nach Einschätzung deutscher Sicherheitskreise fungiert er als inoffizieller Statthalter Kadyrows in Deutschland – faktisch als Repräsentant des Regimes gegenüber der tschetschenischen Diaspora. Öffentlich inszenierte Nähe zu Kadyrow, unter anderem bei Familienfeiern im Nordkaukasus, untermauert diese Rolle.

Offiziell weist Agaev jede politische Funktion zurück. Über seinen Anwalt lässt er erklären, der Kontakt zu Kadyrow sei lediglich flüchtig und unpolitisch. Sicherheitsbehörden bewerten das anders. Sie gehen davon aus, dass Agaev dem Regime Loyalität schuldet und Teil eines Systems ist, mit dem Tschetschenen im Ausland kontrolliert und eingeschüchtert werden sollen.

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