Donnerstagabend, Place du Luxembourg, Brüssel. Europa versteht sich als Projekt des Friedens, der Freiheit und der Verständigung zwischen den Völkern. Gerade das Europäische Parlament in Brüssel möchte diesen Anspruch architektonisch wie symbolisch verkörpern: gläserne Fassaden, offene Plätze, ein Gebäude, das an Transparenz und demokratische Teilhabe erinnern soll.
Doch am Abend des 2. Oktober zeigte sich ein anderes Bild. Auf dem Place du Luxembourg, direkt vor den Toren des Parlaments, kippte die Szenerie: Wo sonst Mitarbeiter und Abgeordnete beim Afterwork zusammensitzen, drängten plötzlich Vermummte auf den Platz.
Statt Gesprächen und Lachen hallten Parolen, Rauch stieg auf, Flaschen flogen. Innerhalb weniger Minuten verwandelte sich das Herzstück des Brüsseler Politikbetriebs in eine Bühne der Wut und der Symbole – ein Aufmarsch, der nicht nur Brüssel, sondern ganz Europa in Alarmbereitschaft versetzen sollte.
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