Auf Drängen der Omas gegen Rechts: Schule verpflichtet Schüler zur Lesung mit linkem Aktivisten

vor 3 Monaten

Auf Drängen der Omas gegen Rechts: Schule verpflichtet Schüler zur Lesung mit linkem Aktivisten
Bildquelle: Apollo News

An zwei niedersächsischen Schulen sollen Schüler der 9. und 10. Klassen verpflichtend an Lesungen des Autors und linken Aktivisten Jakob Springfeld teilnehmen. Im Mittelpunkt steht sein Buch „Der Westen hat keine Ahnung, was im Osten passiert“, in dem er vor „rechtsextremen“ und „antidemokratischen Kräften“ im Osten warnt. Die Lesungen sollen von den „Omas gegen Rechts“ angestoßen worden sein und sorgen bereits im Vorfeld für Kritik unter Eltern, wie Nius berichtet.

Demnach sollen Schüler der Jahrgänge 9 und 10 an zwei Schulen, darunter dem Hannah-Arendt-Gymnasium in Niedersachsen, geschlossen an der Veranstaltung teilnehmen. Die Lesung soll fachübergreifend stattfinden. Viele Eltern hätten im Vorfeld nichts von der Aktion der Schulleitung gewusst, die sowohl Springfeld als auch die Veranstaltung unterstützt.

Nius fragte bei der Schulleitung nach, ob unter diesen Umständen das schulische Neutralitätsgebot gewahrt bleibe. Die Schule erklärte dazu: „Selbstverständlich ist es schon immer und immer noch das Ziel des Politikunterrichts, Schüler*innen zur eigenständigen und differenzierten Urteilsbildung zu befähigen.“ Politische Bildung gehe jedoch „immer mit klarer Parteinahme für die Grundsätze unserer Verfassung“ einher und könne deshalb nicht „neutral“ sein. Eine abweichende Position zu Springfelds Thesen soll bei der Veranstaltung selbst nicht vorgesehen sein. Die Schulleitung versicherte jedoch, dass die Lesung „im Politikunterricht vor- und nachbereitet“ werde.

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