Einen Tag nach seinem Attentat war der volle Name von Tobias Rathjen, des Täters von Hanau, bekannt. Den Namen von Stephan Balliet, dem Attentäter von Halle 2019, erfuhr die Öffentlichkeit gar am selben Tag, bald mit abgekürztem Nachnamen, bald in voller Form. Beides soll im aktuellen Fall des ICE-Anschlags zwischen Köln und Frankfurt nicht so sein. Beim mutmaßlichen Täter handelt es sich um einen 20-jährigen Aachener mit ausschließlich deutscher Staatsbürgerschaft. Das erfuhr TE von der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf, die zusammen mit dem Staatsschutz der Bonner Polizei die Ermittlungen übernommen hat. Nur den Vornamen soll die Öffentlichkeit nicht erfahren, vielleicht zu keinem Zeitpunkt.
Ähnlich war es schon im Fall des Totschlags an einem Zugbegleiter bei Homburg gewesen. Damals, Anfang Februar, sickerte der Name allerdings sehr bald in abgekürzter Form durch. Ioanni V. soll der Gewalttäter heißen, der lange pauschal als Grieche galt, tatsächlich aber ethnischer Albaner ist. Und vielleicht heißt er ja auch Vasilis I., wie es parallel in der griechischen Presse mit ausdrücklichem Verweis auf eine deutsche Quelle hieß, vielleicht auch ganz anders, albanischer. Welcher Name nun der richtige ist, ist immer noch ungeklärt. Die Staatsanwaltschaft Zweibrücken blieb bei ihrer Auskunft, sie habe keinen Namen herausgegeben. Es muss sich also um ein oder zwei Lecks handeln, die die deutsche und griechische Presse mit unterschiedlichen Namen gefüttert haben. Das ist intransparent.
Nun scheint sich ein ähnlicher Tanz rund um den ICE-Anschlag bei Siegburg zu ergeben – ein Fall, in dem nun wirklich die Unklarheiten überwiegen. Einen Namen will die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf nicht nennen, wobei nicht ganz klar ist, ob das aus Jugendschutz so ist oder um die Ermittlungen nicht zu beeinträchtigen.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











