Österreichischer Atomexperte: Solarenergie riskanter als AKW

vor 2 Monaten

Österreichischer Atomexperte: Solarenergie riskanter als AKW
Bildquelle: Tichys Einblick

Gleich zu Beginn relativierte Steinhauser in dem Interview der ORF-Nachrichtensendung ZiB2 eine oft zitierte Zahl: Dass 1.000 zusätzliche Krebsfälle in Österreich mit den Folgen der Tschernobyl-Katastrophe in Verbindung gebracht werden, sei eine statistische Modellrechnung, die real nie eindeutig nachweisbar gewesen sei. Die heutige Strahlenbelastung durch Tschernobyl liege bei weniger als einem Prozent der natürlichen Hintergrundstrahlung. Entsprechend könne man „selbstverständlich“ weiterhin Pilze aus dem Salzkammergut essen.

Auch persönliche Erfahrungen flossen in das Gespräch ein: Der Wissenschaftler berichtete von mehreren Forschungsaufenthalten in der Sperrzone bei Tschernobyl. Dabei überraschte er mit einer unerwarteten Einschätzung: Der Flug dorthin verursache eine höhere Strahlendosis als der Aufenthalt vor Ort. Dennoch schränkte er ein: „Dort leben würde ich auch nicht wollen. Aber eine Woche finde ich unproblematisch.“

Und während die Kernenergie in der öffentlichen Wahrnehmung häufig als Hochrisikotechnologie gilt, stellte Steinhauser klar, dass sie statistisch betrachtet – gemessen an Todesfällen pro erzeugter Kilowattstunde – „eine der sichersten und ungefährlichsten“ Methoden der Stromproduktion sei. Mehr noch: Die Solarenergie sei sogar „deutlich gefährlicher“, da jedes Jahr „viele Menschen vom Dach fallen, wenn sie dort Solarpaneele installieren“.

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