Asyl für Attentäter von Mannheim: Drohung mit Terroranschlag blieb ohne Konsequenzen

vor mehr als 1 Jahr

Asyl für Attentäter von Mannheim: Drohung mit Terroranschlag blieb ohne Konsequenzen
Bildquelle: Apollo News

Der Attentäter von Magdeburg, Taleb al-Abdulmohsen, war den deutschen Behörden bereits vor seiner Tat als potenziell gefährlich bekannt. Trotz einer Verurteilung wegen Androhung eines Terroranschlags im Jahr 2014 erhielt er zwei Jahre später Asyl in Deutschland. Dies geht aus einer Antwort des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) auf eine Anfrage der Welt hervor.

Im Jahr 2014 verurteilte das Amtsgericht Rostock al-Abdulmohsen zu einer Geldstrafe von 900 Euro. Der Grund: Er hatte einer Mitarbeiterin der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern gedroht, ein Verbrechen nach dem Vorbild des islamistischen Terroranschlags auf den Boston-Marathon zu begehen. „Haben Sie die Bilder aus Boston gesehen? So was passiert dann hier auch“, soll al-Abdulmohsen gesagt haben.

Erstaunlicherweise hatte diese Verurteilung keinerlei Auswirkungen auf das Asylverfahren des Saudi-Arabers. Ein BAMF-Sprecher erklärte gegenüber Welt, dass die gesetzlichen Hürden für einen Ausschluss vom Asylverfahren hoch seien. Eine Verurteilung zu 90 Tagessätzen, wie im Fall al-Abdulmohsens, reiche dafür nicht aus.

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