Nach Ansicht von Hans-Eckhard Sommer, dem Präsidenten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), ist die derzeitige Unterstützung für eine freiwillige Ausreise zu niedrig angesetzt. Aktuell erhalten erwachsene Personen 1.000 Euro, wenn sie sich entschließen, Deutschland freiwillig zu verlassen. Diese Summe sei jedoch zu gering, um tatsächlich einen starken Anreiz zur Rückkehr zu schaffen.
Der BAMF-Chef plädiert daher für eine Neubewertung der finanziellen Unterstützung, berichtet dazu der Spiegel: Wenn Menschen sich bewusst dafür entscheiden, Deutschland zu verlassen, könne eine höhere Prämie langfristig sogar Kosten sparen, etwa im Bereich der Integration oder bei Sozialleistungen. Über die genaue Höhe möglicher Zahlungen müsse allerdings politisch diskutiert werden.
Gleichzeitig betonte Sommer, dass Abschiebungen grundsätzlich nur als letztes Mittel eingesetzt werden dürften. Sie müssten stets im Einklang mit deutschem Recht sowie den Vorgaben der Europäischen Union stehen. Besonders qualifizierte syrische Fachkräfte müssten aus seiner Sicht ohnehin nicht um ihren Aufenthalt fürchten.
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