Armin Petschner-Multari über die Krise des Parteiensystems: „Wenn es so weitergeht, wird das Ergebnis der nächsten Wahl ein Erdbeben sein“

vor etwa 2 Monaten

Armin Petschner-Multari über die Krise des Parteiensystems: „Wenn es so weitergeht, wird das Ergebnis der nächsten Wahl ein Erdbeben sein“
Bildquelle: NiUS

Nur noch 12 Prozent der Deutschen sind laut aktuellen Umfragen mit der Arbeit der Bundesregierung zufrieden. „Die Stimmung ist grottenschecht“, sagt der Politikberater und Analyst Armin Petschner-Multari. Bei diesen Werten könne sich kein Kanzler halten.Das Land ist in der Krise, die Koalition im Dauer-Zank, dringend nötige Reformen finden nicht statt. Die aktuellen Umfragen kommen für Armin Petschner-Multari nicht überraschend. Merz habe einen Politikwechsel versprochen, aber nicht geliefert, so verliere er nun dramatisch an Vertrauen.Bei diesen miserablen Beliebtheitswerten „kann sich kein Kanzler halten“, so der Politikberater. Auch in der „Ampel“-Koalition habe es ständig gekracht. Wenn kein „exogener Schock“ eintrete, frage er sich, wie das Ganze so weitergehen solle.Selbst wann die Regierung sich zusammenreißen würde und Schwarz-Rot vier Jahre halte, würden Disruptionen und Veränderungen stattfinden, die man sich heute noch gar nicht vorstellen könne: „Dann wird das Ergebnis der nächsten Bundestagswahl ein Erdbeben sein.“ Mit Ergebnissen von 30 Prozent oder mehr für die AfD.Das System der Volksparteien sei ein „Auslaufmodell“, wie man auch in anderen Ländern beobachten könne. „Das Parteiensystem splittet sich auf.“ Dieses klassische „Opa und Oma, Vater und Mutter, Onkel und Tante wählen alle dieselbe Partei“ gebe es nicht mehr, weil die Wählerschaft heute viel heterogener sei als früher.

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