In einem Interview mit dem Handelsblatt hat ARD-Vorsitzender Kai Gniffke die geplante Anhebung der Rundfunkbeiträge um 58 Cent pro Monat verteidigt und dabei die Erhöhung als eine „reale Kürzung“ bezeichnet. Die Ministerpräsidenten der Länder hatten beschlossen, den Rundfunkbeitrag bis 2027 nicht zu erhöhen.
Die Diskussion über eine mögliche Anhebung wurde durch die Empfehlung der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) ausgelöst. Die KEF hatte vorgeschlagen, den Beitrag ab dem 1. Januar 2025 um 58 Cent auf 18,94 Euro pro Monat zu erhöhen. Doch die Bundesländer konnten sich nicht auf eine Einigung verständigen.
Gniffke argumentiert, dass die empfohlene Erhöhung von derzeit 18,36 Euro auf 18,94 Euro nicht den steigenden Kosten gerecht werde und die ARD damit de facto Einsparungen hinnehmen müsse. „Für die Beitragszahler bedeutet die Empfehlung der KEF, dass die Rundfunkbeiträge jährlich im Schnitt um 0,8 Prozent steigen werden. Das ist weit unter den Inflationsraten der Vergangenheit und wird auch absehbar darunterliegen. Die Erhöhung der Rundfunkbeiträge ist also eine reale Kürzung,“ erklärte Gniffke.
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