Der ARD-Vorsitzende Florian Hager betont, dass von ihm kurzfristig keine Programmkürzungen gewünscht seien. Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erklärt der Intendant des Hessischen Rundfunks, warum auch die Gebührenkommission vor 2029 nicht mit relevanten Kosteneinsparungen rechnet.
Der Finanzbedarf von ARD, ZDF und Deutschlandradio wird im kommenden Jahr bei etwa 10,5 Milliarden Euro liegen. Der Rundfunkbeitrag wird von der „Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten“ (KEF) festgelegt. „Die KEF hat uns auch in der aktuellen Berechnung einen höheren Bedarf bescheinigt und vor allem sehr deutlich gemacht, dass sie vor 2029 nicht mit relevanten Einsparungen rechnet. Auch der Reformstaatsvertrag selbst setzt ja keinen konkreten Betrag in Euro fest, sondern erst einmal einen systemischen Rahmen, den wir jetzt in der Praxis nutzen“, kommentiert Hager die aktuelle Rundfunkbeitrag-Prognose des Gremiums. „Wir halten das für richtig: Wir wollen keine kurzfristigen Einsparungen durch Programmkürzungen, sondern langfristig in allen Bereichen nachhaltig effektiver arbeiten.“
Mehr als 10 Milliarden Euro Zwangsgebühren fließen jährlich an ARD, ZDF und Co.
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