Das ZDF trauerte um Abu Matar, den getöteten Mitarbeiter einer Partnerfirma in Gaza, und kritisierte Israel – bis sich herausstellte, dass dieser der Terrorarmee der Hamas angehörte. Der Fall rückt, wenn auch reichlich spät, die skandalöse Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Sender nicht nur über den Gaza-Krieg in den Fokus.
Politiker, insbesondere der Union, üben scharfe Kritik; sie sprechen von einem Skandal und der Sorge, dass deutsche Gebührengelder für Terrorismus verwendet werden. Armin Laschet (CDU) mahnte zu mehr journalistischer Distanz. Die Tarnung als angebliche Journalisten und Techniker sei eine der perfidesten Methoden der Islamisten, auf die „allzu viele Medien weltweit“ hereinfallen würden. CSU-Generalsekretär Martin Huber nannte den Fall bei Bild „ungeheuerlich“ und sprach von einem Schaden für die Glaubwürdigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.
Ottilie Klein, Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Kultur und Medien, forderte vom Sender konsequente und lückenlose Aufklärung. „Jede Zusammenarbeit mit Partnerfirmen aus Gaza muss gestoppt werden, wenn diese Verbindungen zur Hamas oder anderen Terrororganisationen nicht eindeutig ausschließen können“, schrieb Klein auf der Plattform X. „Es kann nicht sein, dass mit deutschen Gebührengeldern Terrorismus querfinanziert wird.“
Ottilie Klein (CDU) übte deutliche Kritik am ZDF.
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU), Mitglied des ZDF-Verwaltungsrats, riet dazu, sich bei der Auswahl und Gewinnung von Personal am israelischen Geheimdienst zu orientieren, dessen Quellen besser informiert gewesen seien als die des ZDF. Sein Parteikollege und NRW-Medienminister Nathanael Liminski hatte bei Welt angekündigt, das Thema auf die Tagesordnung des ZDF-Fernsehrats zu setzen. „So wie sich jedes Unternehmen den Vorgaben des Lieferkettengesetzes stellen muss, um strenge Standards bei der Wertschöpfungskette einzuhalten, so muss erst recht eine öffentlich-rechtliche Medienanstalt wie das ZDF auch nur den Anschein eines Zweifels an der Einhaltung von Standards vermeiden.“
Da aber liegt der Hase im Pfeffer: Material, das ins „Narrativ“ passt, wird übernommen – und nicht danach gefragt, wie es entstand und ob es der Situation vor Ort tatsächlich entspricht. Die Inszenierung von Leid ist auch keine Erfindung der Hamas: Seit Jahrzehnten arbeitet die palästinensische Propaganda mit fabrizierten Bildern (daher der Begriff „Pallywood“), sie werden heute nur öfter und schneller als solche bloßgestellt, etwa durch den Einsatz von Drohnen.
Wie früher die PLO setzt die Hamas stark auf Propaganda im Krieg gegen Israel, um die öffentliche Meinung im Westen zu manipulieren. Sie weiß um die Wirkmacht der Bilder und lässt bewusst nur solche verbreiten, die sie in einem günstigen Licht dastehen lassen und Israel die Schurkenrolle zuweisen. Die behaupteten Kriegsverbrechen der israelischen Armee (Aushungerung, ethnische Säuberung, Genozid) sollen weltweite Verbreitung finden, denn nur so können die Dschihadisten den nötigen internationalen Druck erzeugen, der Israel schwächen soll.
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