Die Rezession in Deutschland findet kein Ende. Die Zahl der Insolvenzen wächst weiter an (Apollo News berichtete), und auch das Ausmaß der Stellenstreichungen verschärft sich zunehmend. In einem Bundesland ist der Strukturwandel zwar Dauerthema, jetzt aber verschwinden Arbeitsplätze hier in besonders erschreckendem Tempo: Nordrhein-Westfalen.
Im Zentrum steht die Metall- und Elektrobranche (M+E). „Aktuell gehen allein in der NRW-Metall- und Elektroindustrie jeden Monat rund 2.100 Industriearbeitsplätze verloren“, erläutert Johannes Pöttering, Hauptgeschäftsführer der Landesvereinigung der Unternehmensverbände, im Gespräch mit der Rheinischen Post. Das tatsächliche Ausmaß wird noch deutlicher, wenn man die Produktionszahlen heranzieht. „In der Metall- und Elektroindustrie NRW ist die Produktion im Vergleich zu 2019 um 23 Prozent eingebrochen, bei der Beschäftigung sind wir mittlerweile bei minus neun Prozent“, führt Pöttering weiter aus.
Vor allem die Kürzungsprogramme großer Konzerne sind zuletzt erheblich ins Gewicht gefallen – so etwa bei Thyssenkrupp. Der Großkonzern hatte bereits zur Jahreshälfte angekündigt, rund 11.000 der insgesamt 26.000 Stellen in der Stahlsparte zu streichen. Ein Großteil dieser Arbeitsplätze befindet sich in Nordrhein-Westfalen (NRW), wo die zentralen Produktionsstandorte Duisburg, Bochum und Dortmund liegen. Allein in Duisburg sind etwa 13.000 Beschäftigte tätig. Zusätzlich könnten noch einmal rund 1.500 Stellen beim Mutterkonzern und bei Servicegesellschaften wegfallen, weil die Thyssenkrupp AG in eine Holdingstruktur umgewandelt werden soll.
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