Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall erwartet für das laufende Jahr einen erheblichen Rückgang der Beschäftigung in der deutschen Metall- und Elektroindustrie. Nach Einschätzung des Verbands könnten bis zu 150.000 Arbeitsplätze verloren gehen. Hintergrund seien eine anhaltende wirtschaftliche Schwächephase der Branche sowie strukturelle Standortprobleme.
Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander zeichnete gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe ein Bild der aktuellen Lage. „Wir sind mitten in einer Deindustrialisierung und die Aussichten sind sehr düster. Die Situation ist wirklich dramatisch“, sagte er. Die Metall- und Elektroindustrie erlebe derzeit „in der größten Krise seit Gründung der Bundesrepublik“.
Als zentrale Gründe für die schwierige Entwicklung nennt der Verband vor allem hohe Kosten für Unternehmen in Deutschland. Dazu zählten nach Zanders Darstellung insbesondere Energiepreise, Steuern, Sozialabgaben und regulatorische Belastungen. „Wir haben in Deutschland zu hohe Energiekosten, zu hohe Unternehmenssteuern, zu hohe Sozialabgaben und zu viel Bürokratie“, erklärte er.
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