Der palästinensisch-jordanische Influencer Atallah Younes, der in der Silvesternacht eine Rakete in das Kinderzimmer einer Neuköllner Wohnung geschossen hatte, wurde von einem Haftrichter wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft gesteckt. Zuvor wurde er am Berliner Flughafen von der Polizei festgenommen, kurz bevor er ausreisen wollte.
Younes hatte seine Straftat gefilmt und auf Instagram hochgeladen – der Clip zeigte, wie er aus seiner Hand eine Feuerwerksrakete auf ein Mehrfamilienhaus richtet und abfeuert. Dann zeigt die Aufnahme, wie die Rakete durch ein Fenster fliegt und in der Wohnung explodiert. Younes wird versuchte schwere Brandstiftung sowie versuchte gefährliche Körperverletzung und versuchte Sachbeschädigung vorgeworfen. Bei einer Verurteilung drohen dem Influencer mehrere Jahre Haft. Allein für die versuchte gefährliche Körperverletzung droht Younes eine Mindestfreiheitsstrafe von einem Jahr.
Dass Younes seine Tat gefilmt und ins Internet gestellt hat, ist für die deutsche Justiz strafverschärfend. „Ihm ging es darum, ein größtmögliches Publikum zu erreichen durch die Begehung von Straftaten“, sagt ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft gegenüber dpa. Das Verhalten von Younes beschreibt die Staatsanwaltschaft überdies als „rücksichtslos“. Younes hat über 300.000 Follower auf Instagram.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











