App zur Altersverifikation: Nimmt die EU-Kommission jetzt VPNs ins Visier?

vor 2 Monaten

App zur Altersverifikation: Nimmt die EU-Kommission jetzt VPNs ins Visier?
Bildquelle: Apollo News

Die Europäische Union drängt weiterhin auf die Einführung einer Altersverifikation in allen Mitgliedstaaten. Die Verifikation soll dabei mittels einer EU-eigenen App erfolgen, die laut der EU-Kommission bis zum Jahresende von allen EU-Staaten übernommen werden soll. Dabei stellt sich die Frage, ob Jugendliche mithilfe eines sogenannten VPNs die Altersverifikations-App umgehen können. EU-Vizekommissionspräsidentin Henna Virkkunen hat dafür schon Pläne und kündigte bereits an, das Problem der VPNs zu adressieren, wie sie bei einer Pressekonferenz mitteilte.

Auf die Frage, wie die EU verhindern wolle, dass Kinder mit einem einfachen VPN die Altersverifikations-App umgehen, stellte Virkkunen klar, dass es natürlich schwierig sei, technologische Lösungen zu finden, die dies verhindern. Angesichts der Tatsache, dass es momentan jedoch überhaupt kein Mittel zur Altersüberprüfung gebe, müsse man erst einmal Wege finden, dies umzusetzen. Da kommt die hauseigene Verifikations-App ins Spiel, die bereits in wenigen Monaten in der ganzen EU ausgerollt werden soll.

Ein wichtiger Teil der nächsten Schritte sei es jetzt, darauf zu achten, „dass es nicht umgangen werden kann“, betonte Virkkunen. Deshalb würde man sich derzeit mit solchen „risikoreichen Diensten“ befassen. Damit spielt Virkkunen wohl auf beliebte VPN-Anbieter an, mit deren Hilfe man geografische Sperren, also sogenanntes Geoblocking, umgehen kann. Jugendliche könnten mithilfe eines solchen VPN-Dienstleisters mit wenigen Klicks ihren digitalen Standort verändern und sich außerhalb der EU begeben – zum Beispiel in ein Land, in dem es keine Altersverifikation gibt.

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