Antisemit der Woche: taz-Redakteurin Susanne Knaul maßregelt Zentralrat der Juden: „Einfach mal die Klappe halten!“

vor 4 Monaten

Antisemit der Woche: taz-Redakteurin Susanne Knaul maßregelt Zentralrat der Juden: „Einfach mal die Klappe halten!“
Bildquelle: NiUS

In Zeiten grassierender Judenfeindlichkeit, die längst auch in Teilen der Politik angekommen ist, wollen wir die schlimmsten Ausfälle sichtbar machen. Dafür verleiht NIUS jeden Freitag die „Goldene Wassermelone“ – einen Negativ-Preis für besonders auffällige Antisemiten. Die Wassermelone steht wegen ihrer Farben für die Palästina-Solidarisierung und damit auch für den Hass auf den jüdischen Staat. Diese Woche heißt unsere Preisträgerin Susanne Knaul.

Nach 30 Jahren als Korrespondentin in Tel Aviv, die über Israel und die Palästinensergebiete berichtete, ging es für Susanne Knaul 2019 heim ins Reich. Zum Abschied schrieb sie in der taz: „Es war Liebe“, was viele überraschte, war es ihr doch über drei Jahrzehnte gelungen, es sich nicht anmerken zu lassen.

In dem persönlich gehaltenen Text behauptete sie über ihren in Israel geborenen Sohn: „Selbst, wenn er wollte, könnte Tom als Sohn einer Schickse, einer nichtjüdischen Frau, nicht im Judenstaat studieren oder arbeiten.“ Das waren glatte Fake News, denn Kinder hunderttausender nichtjüdischer Frauen studieren in Israel – darunter zehntausende Araber beiderlei Geschlechts. Nach 30 Jahren im Land hätte Knaul das mitbekommen müssen, umso rätselhafter war diese offenkundige Unwahrheit.

Denn dass die Reporterin vollkommen ahnungslos wäre, kann man nicht behaupten. Sie erlernte, für eine europäische Korrespondentin durchaus nicht selbstverständlich, sowohl Arabisch als auch Hebräisch und fand so Zugang zu Quellen, die manchen ihrer Kollegen verborgen bleiben. In lichten Momenten schreibt sie auch schon mal Sätze wie „Ohne die Hisbollah wäre längst Frieden“ oder „Die Wahl der Hamas war der Anfang der Katastrophe.“

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