Antisemit der Woche: Sophie von der Tann erklärt von Israel freigelassene palästinensische Häftlinge zu Opfern

vor 9 Monaten

Antisemit der Woche: Sophie von der Tann erklärt von Israel freigelassene palästinensische Häftlinge zu Opfern
Bildquelle: NiUS

In Zeiten grassierender Judenfeindlichkeit, die längst auch in Teilen der Politik angekommen ist, wollen wir die schlimmsten Ausfälle sichtbar machen. Dafür verleiht NIUS jeden Freitag die „Goldene Wassermelone“ – einen Negativ-Preis für besonders auffällige Antisemiten. Die Wassermelone steht wegen ihrer Farben für die Palästina-Solidarisierung und damit auch für den Hass auf den jüdischen Staat. Diese Woche heißt unsere Preisträgerin Sophie von der Tann.

In einem Instagram-Beitrag äußert sich Sophie von der Tann, seit 2021 Korrespondentin der ARD in Tel Aviv und von dort aus Israel und den Palästinensergebieten berichtend, über ihr Lieblingsthema: das Leid von Palästinensern, wenn es ihnen denn von Israel zugefügt wird. Meistens reicht da der Verdacht: Die rund 1.700 Palästinenser aus Gaza, die eben gegen 20 lebende israelische Geiseln ausgetauscht wurden, seien während des Krieges festgenommen worden und würden „laut Menschenrechtsorganisationen seitdem ohne Anklage festgehalten.“

Zwar hätten „viele“ der 250 ebenfalls freigelassenen Terroristen wegen „tödlicher Terrorangriffe“ in Haft gesessen, doch sei das für die Palästinenser „ein sehr emotionales Thema“: „Viele sehen diese Freigelassenen als Freiheitskämpfer gegen die israelische Besatzung.“

Also ebenfalls mehr oder weniger unschuldig, auch wenn die Besatzung Gazas vor 20 Jahren beendet wurde. Aber das würde nicht in Sophie von der Tanns Narrativ vom israelisch-palästinensischen Konflikt passen. In Täter-Opfer-Umkehr durchaus geübt, wie wir später noch sehen werden, fügt sie hinzu: „Menschenrechtsorganisationen, die Vereinten Nationen und Häftlinge berichten immer wieder, dass palästinensische Gefangene in israelischer Haft misshandelt oder sogar gefoltert werden. Es gibt auch Vorwürfe sexualisierter Gewalt.“

Nur wurden die 1.718 „Zivilisten“ nicht aus Daffke, sondern aus gutem Grund verhaftet: als „unlawful combatants“, also Personen, die als vermeintlich Unbeteiligte Gewaltakte verübten, darunter eine Handvoll Frauen und 22 Minderjährige, in deutschen Medien „Kinder“ genannt. Sie wurden nicht aus Jux und Tollerei von der Straße weg mitgenommen, um in israelischen Gefängnissen durchgefüttert zu werden, sondern nahmen in irgendeiner Form aktiv am aktiven Kampfgeschehen teil. Was im öffentlich-rechtlichen Rundfunk jedoch schon durch die wiederholte Verwendung des Begriffs „Geiselaustausch“ und Dunja Hayalis „ganz normale Palästinenser“ verleugnet wurde.

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